Testbericht Specialized Levo FSR Comp Fattie 27,5+

„Testbericht Februar 2017“

Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, einen Langzeit-Testbericht für das Turbo Levo FSR mit der 27,5‘‘Bereifung, für mehrere Touren auf meinen Hometrails zu erstellen. Getestet habe ich das Modell in der Comp Variante, Gr.L, in der Farbe Monster Green mit: Brose Motor (Spitzenleistung 530 Watt/ 90 Nm Drehmoment), Fox Float Performance Dämpfer, RockShock Yari Gabel, 140mm Federweg vo + hi, Command Post Sattelstütze (vom Lenker versenkbar, Sram Guide Bremse, Sram GX/ XG 1×11 Schaltung mit 10-42t hinten und 32t vorne. Preis in 2017: 5199€.

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Für viele, die aktiv mit dem MTB unterwegs sind, ist allein der Begriff E-Mountainbike schon ein heikles Thema. Es wird direkt gleichgesetzt mit, da braucht man sich ja gar nicht anstrengen, das Ding fährt ja von allein, das macht keinen Spaß, es fährt nicht gut, dafür bin ich nicht alt genug und damit kann kein Fahrspaß aufkommen.

All denen, kann ich nach gut 300 km auf dem Levo sagen, ich muss Euch enttäuschen. Keiner dieser oben genannten Punkte trifft auf das Levo mit den 27,5″ Reifen zu. Ich bin mit dem Rad alles rauf, runter, über Single Trails und sogar knifflige Abfahrten gefahren, die ich auch mit meinem Fully immer gerne unter die Reifen nehme. Ich muss sagen, es hat Spaß gemacht, es war anstrengend aber vor allem war es anders. Das Rad fährt sich erstaunlich wendig und ist von allen Modellen im Laden das Fahraktivste MTB.

Durch die Geometrie mit den kurzen Kettenstreben lässt sich das Rad super fahren, sogar ein Wheelie ist kein Problem. Klar man merkt, dass man nicht mit einem 11 Kilo Fully unterwegs ist, aber das Rad ist mit der Anordnung von Motor/Akku und tiefem Schwerpunkt klasse ausbalanciert. Durch die 3,0 Zoll breite Bereifung in Verbindung mit geringem Luftdruck hat das Rad eine sehr gute Traktion, sowohl bergab wie bergauf und lässt sich super auf Single Trails bewegen. Vor allem das aufgeräumte Cockpit, ohne zusätzliche Anzeige finde ich Klasse und ich habe die fehlende Anzeige auch nie vermisst. Das einzige was ich nachrüsten würde, ist ein Schalter mit dem man die Leistungsstufen vom Lenker aus wechseln kann (Turbo Levo Remote). Dann muss man nicht die Hand vom Lenker nehmen.

Das Rad hat werksseitig 3 Motorstufen mit 40/70/100 Prozent Unterstützung. Die Unterstützung des Motors und weitere Parameter, sind von jedem Fahrer individuell anpassbar (über die Mission Control App) und das macht das Rad aus meiner Sicht so interessant. Hier kann jeder Fahrer seine eigene Einstellung vornehmen, welche für ihn passt.

Ich habe mehrere Einstellungen ausprobiert und bin nachher bei 15/30/70 Prozent Unterstützung für mich, als Optimum angekommen. Mit der 15% Unterstützung kompensiert man das hohe Gewicht (ca.24 Kilo) und den Rollwiderstand der Plus-Bereifung (bin mit max. 1,2 bar gefahren). Das bedeutet, dann ist in dieser Stufe das Fahren auch genauso anstrengend wie mit einem MTB ohne Motor. Die 30 % und 70 % waren lediglich für steile Berganstiege reserviert, wurden jedoch (gerade 70 %) kaum von mir genutzt.

Bei den Testfahrten kam ich je nach Wetter (von -9 bis +7 Grad) auf eine Reichweite von durchschnittlich 40 km/900 hm. Dann waren immer noch 3 LED von 10 LED auf grün, also ca. 30 % der Kapazität standen noch zur Verfügung.

Nachfolgenden der Link zum neuen Specialized LEVO Video.

Fazit:

Das Levo FSR Fattie ist ein super fahraktives E-MTB Fully und eine tolle neue Variante unseres Sports. Es bietet sowohl Einsteigern wie auch fortgeschrittenen Mountainbikern viel Spaß und einen sehr großen Einsatzbereich.

Mein besonderer Dank, gilt hier dem Sven, für die Möglichkeit des Testens und dem Oli. Er ist an jedem Wochenende mit seinem Fatbike die Tour mitgefahren und hat bestimmt das ein oder andere Mal meine Leistungsexplosion verteufelt. Doch Dir sei versichert, jetzt wird wieder mit reiner Muskelkraft gefahren.

Bis Bald euer Frankie

Ein paar Impressionen zum Specialized Levo FSR Comp Fattie 27,5+