Und einmal mehr erkunden wir (Werner, Ulf und ich) mit unseren Crossern das Bergische Land. Wir stellten uns die Frage, ob es möglich sein könnte von der Quelle der Wupper irgendwo im Oberbergischen Land mit dem Crosser entlang der Wupper bis zur Mündung in den Rhein zu fahren. Ein wenig Recherche im Internet und schon hatten wir die Quelle der Wupper in der Nähe von Marienheide entdeckt. Also ging es an einem schönen Tag mit dem Crosser von Burscheid aus los. Entlang stillgelegter Trassen in Richtung Marienheide nach Börlinghausen.

Die Anfahrt zum Etappenstart der eigentlichen Quelle dauerte länger als wir dachten. So hatten wir schon weit über 50 km in den Beinen, bevor es überhaupt auf den 125 km langen Wupperweg ging. Auf schmalen Wiesen- und Waldwegen ging es dann entlang der Wipper bis nach Ohl. Erst dort wandelt sich die immer breiter werdende Wipper in den bekannten Fluss, die Wupper. Die Wupper ist mit 117 km der längste Fluss im Bergischen Land und diesem galt es jetzt zu folgen.

Der ausgewiesene Wupperweg führt über die Brucher Talsperre und die Lingesetalsperre nach Wipperfürth. Die schmalen Wege sind für den Cyclo Crosser teilweise schon sportlich. Außerdem sind sie technisch eine Herausforderung, hier und da mussten wir auch kleine Tragepassagen in Kauf nehmen. Zwischen Wipperfürth und Hückeswagen streift man die Neye- sowie die Bevertalsperre. Wenn man sich entlang der Wupper bewegt, findet man immer wieder Überbleibsel unserer Jahrhunderte alten Wirtschaftsgeschichte. Schleifereien, Wasserkraftwerke, Stauseen sowie stillgelegte bzw. verfallene Hammerwerke sind Zeugen der Nutzung von Wasserkraft im Bergischen Land.

Heute ist das Tal der Wupper zum größten Teil ein Naturschutzgebiet und entlang der großen Wuppertalsperre landschaftlich eine tolle Strecke und kein Problem mit dem Cyclo Crosser zu bewältigen. Über Dahlerau geht es dann durch Beyenburg in Richtung Wuppertal, sicherlich nicht der attraktivste Teil des Wupperweges. Man bewegt sich dort nicht nur auf Naturwegen, sondern muss doch den einen oder anderen Kilometer Asphalt nehmen, bis man ab Burgholz wieder der Wupper auf naturnahen Wegen und Trails folgen kann.

Die weiterführende Strecke über Müngsten, Unterburg und Glüder bis nach Leichlingen und dann weiterführend über Opladen bis zur Mündung in Leverkusen-Rheindorf ist den meisten von uns bekannt. Abschließend ist für mich der erste Streckenteil im Oberbergischen der schönste Teil der Tour. Der Wupperweg ist durchgängig beschildert und auch ohne GPS zu finden. Das überwiegend hügelige Gelände macht Spaß und ist darüber hinaus landschaftlich sehr reizvoll. Wenn man sich das Höhenprofil anschaut, geht es eigentlich nur bergab bis zum Rhein. Der höchste Punkt liegt auf 433 m und endet mit dem tiefsten Punkt auf 27 m.