Bergischer Panoramasteig - Teil 1

Der einsame Wanderweg führt in einer großen Schleife auf ca. 240 km Länge durch den Naturpark Bergisches Land. Guido, Ulf, Detlef und ich starten am Karfreitag zur ersten Etappe mit dem Mountainbike von Burscheid in Richtung Dhünntalsperre. Bei Traumwetter genießen wir schon die lockere Anfahrt über die Balkantrasse, bevor wir auf schmalen Trails hinunter ins Eifgental rollen. Wir passieren die Rausmühle und finden über Stumpf und Grosse Ledder den Einstieg in den sehr gut ausgeschilderten Bergischen Panoramasteig in Richtung Hückeswagen. Schnell merken wir, was auf uns zukommen wird. Traumhafte schmale Trails, manchmal anspruchsvoller und manchmal einfacher, aber stetig auf und ab. Heute ist Höhenmeter sammeln angesagt! Entlang der kleinen Dhünn vorbei an der Knochenmühle über Kottberg folgen wir dem Wanderweg X19. Wir kreuzen die Straße kurz vor Scheideweg, nehmen eine schnelle Waldabfahrt und müssen einen kleinen Bach mit vielen Hindernissen überqueren. Ich schiebe, Detlef möchte uns zeigen, wie es fahrend gehen kann. Weit gefehlt, Detlefs Hinterreifen bleibt an einem spitzen Stein hängen und reißt ihm einen Stollen ab. Die No Tubes Milch spritzt in großen Mengen heraus, aber der Riss ist zu groß. Die erste ungewollte Panne muss behoben werden. Also Schlauch einziehen und weiter geht es.

Höhenmeter sammeln!

Der Wanderweg führt uns in Richtung Hückeswagen, wir passieren den Klettergarten und das Hallenbad. Wieder Höhenmeter sammeln auf einem schönen, schmalen Trail zur Wuppervorsperre. Nach dem Winter sind alle Talsperren wieder gefüllt und der Ausblick ist malerisch und irgendwie beruhigend für die Seele. Die Wegführung des Bergischen Panoramasteigs ist sehr abwechslungsreich, es kommt keine Langeweile auf. Obwohl es Feiertag ist und wir tolles Wetter haben, treffen wir nur auf wenige Wanderer und auf noch weniger Biker, der Trail gehört uns fast alleine. Hinauf nach Ispingrade ist schieben angesagt. An ein Fahren ist bei dieser steilen Rampe nicht zu denken, aber das gehört auch dazu. Wir streifen Radevormwald als höchsten Punkt der ersten Etappe. Über tolle Trails geht es hinab in Richtung Bevertalsperre, die wir aber nur streifen und klettern hinauf nach Eggen, wo unser geplanter Wasserstop ansteht. Neben der Kirche, die am Zaun mit bunten Fahrrädern dekoriert ist, gibt es eine öffentliche Trinkwasserstelle, um die leeren Radflaschen aufzufüllen.

Nur kurz führt der BPS über eine schmale Nebenstraße, um dann links in einem herrlichen Trail zu versinken. Single Trail = Fahrspaß pur! Dann ist schnell wieder klettern angesagt und wir sammeln weiter Höhenmeter vom feinsten. An der Neyetalsperre führt der Weg oft entlang der Wasserkante und bietet uns tolle Ausblicke. Mit ihren vielen Buchten dauert die Umrundung der Sperre länger als man glaubt, aber es macht Spaß, auch wenn dieser Teil des Weges doch stark mit Wanderern bevölkert ist. Aber mit etwas Vorsicht und Respekt geht auch das.

Herrliche Aussichtspunkte!

Hinter Wipperfürth entscheiden wir uns den Bergischen Panoramasteig zu verlassen und unsere Rückfahrt in Richtung Burscheid in Angriff zu nehmen. Auf bekannten schmalen Wegen geht es über die Purd in Richtung Kleine Vorsperre der Dhünntalsperre. Nahe dem Staudamm fahren wir über einen schmalen Trail in Richtung Unterberg und hinab zur kleinen Vorsperre. Dann werden wir noch mit einem der schönsten Aussichtspunkte mit Blick auf die Dhünntalsperre belohnt, bevor wir unseren Einstiegspunkt auf den Bergischen Panoramasteig von heute Morgen passieren und zurück nach Burscheid fahren. Nach 6 Stunden Fahrzeit und 2000 Hm haben wir die erste Etappe des Bergischen Panoramasteigs bewältigt. Weitere Etappen von der anspruchsvollen Runde direkt vor unserer Haustüre werden folgen.

Euer Sven