FOCUS ONE Testbericht

Schon wenn man sich auf das neue FOCUS ONE setzt, erkennt man unweigerlich seine Gene und den Einsatzbereich, das Bike ist voll auf Race getrimmt!

Die wichtigsten Details

Man sitzt tief im Bike spürt sofort den flachen Lenk- (69,2 Grad) und steilen Sitzwinkel (74,5 Grad). Beides steht für mehr Fahrkontrolle im Trail und für Top Klettereigenschaften an steilen Anstiegen. Mit seinem Gewicht von 10,3kg zählt es zu den leichten Race Fullies auf dem Markt. (Topmodell FOCUS ONE Serienbike liegt bei 9,8kg)

Bei dem neuen ONE setzt Focus auf einen eigens entwickelten Hinterbau, welcher einem beim Betrachten sofort ins Auge sticht. Das leichte Carbon Race Fully mit seiner abfahrtslastigeren Geometrie und dem 100mm Federweg am Hinterbau soll es dem Fahrer ermöglichen mit viel Komfort und Kontrolle in den Abfahrten sich zu erholen um dann mit Vollgas in den nächsten Anstieg gehen zu können. Dabei soll der neue FOLD Hinterbau in zwei Phasen aufgeteilt arbeiten. In der ersten Phase soll die Kennlinie degressiv für gutes Ansprechverhalten verlaufen um dann mit progressiver Kennlinie vor Durchschlägen im harten Trail zu schützen.

Mein erster Fahreindruck des Focus One:

Ich merke schon nach den ersten ruppigen Trails und ausgefahrenen Schotterstrecken, dass der Hinterbau sehr sensibel und soft anspricht. Im offenen Dämpfer Modus bügelt es auch die kleinsten Unebenheiten weg. Ich kann mit viel Druck auf dem Pedal die schnellen Passagen wegbügeln und genieße den Komfort der Federung. Der Hinterbau arbeitet harmonisch mit der 100 mm DT Swiss Federgabel und ist perfekt und aufeinander abgestimmt.

Dann wird es etwas technischer und die Trails werden schmaler, das Focus One zeigt sich trotz dem etwas flacheren Lenkwinkel erstaunlich wendig. Mir gelingt es spielerisch und präzise das Bike um die Ecken zu steuern. Wie gewohnt rollt das Bike mit seinen 29 Zoll Laufräder über alles hinweg, am Berg aber zeigt es seine wahren Qualitäten. Das Focus One klebt förmlich am Berg, ohne dass ich bewusst mehr Gewicht zum Vorderrad verlagern muss. Eben ein Bike was schnell gefahren werden möchte und dabei eine perfekte Symbiose zwischen Gewicht, Ansprech- und Fahrverhalten widerspiegelt.

Mein Custom Aufbau für das Cape Epic:

Focus O1E Carbonrahmen RH Medium (45cm) Boost 148mm
DT Swiss OPM100mm ODL 15mm
DT Swiss X313 Carbon 100mm
Hope Race X2 Bremsen 160mm Floating Disc
Sram XX1 Schaltwerk, Trigger
Rotor Rex 1 Inpower 32 Zähne (beim Cape Epic Sram XX1 Kurbelgarnitur)
Shimano XTR Kassette 11-40 Zähne (beim Cape Epic Hope Kassette 10-44 Zähne)
Chris King Pressfit 30 Innenlager
Cane Creek Forty Steuersatz
Enve Vorbau, Lenker, Sattelstütze
Tune Speedneedle Marathon
Hope Pro 4 mit No Tubes ZTR Crest
Specialized Fast Track Grit Tubeless, No Tubes Latex Milch 29×2.2

Bei der Auswahl der Komponenten habe ich bewusst auf absoluten Leichtbau verzichtet und mich für stabile und Wartungsarme Komponenten entschieden. Sram XX1 und die standfesten Hope Bremsen fahre ich seit Jahren an meinen Bikes.

Danke FOCUS BIKES für die Partnerschaft und Kooperation Cape Epic 2017.