Am ersten Augustwochenende ging es für sechs Teammitglieder des Campana Racing Teams nach Österreich zum internationalen Mountainbike Marathon Meeting, dem Ischgl Ironbike. Der Ironbike ist bekannt für seine relativ kurzen Strecken mit extrem vielen Höhenmetern, sowie langen und steilen Anstiegen. Felix, Christian und Marco gingen bei dem UCI Stagerace, welches über vier Renntage lief, an den Start. Aline und Magnus starteten beim Bergzeitfahren sowie auf der Kurz- und Mittelstrecke und Torsten meldete für die Langstrecke des Marathons. Somit war das Team in allen Kategorien des Ironbike Festivals vertreten.

Am Mittwoch begann das erste Rennen des Stagerace mit dem Einzelzeitfahren über 7,19 km mit 246 Höhenmetern. Gestartet wurde im Abstand von 20 Sekunden. Die Strecke verlief teils durch die Innenstadt von Ischgl talauswärts Richtung Galtür und wieder zurück. Hier konnten Marco, Felix und Christian erste Akzente für die Gesamtwertung setzen.

Am zweiten Tag fuhren wir zu sechst mit dem Lift auf den Berg, um ein paar Abfahrten, die auch Teil des Marathons waren, zu testen und genauer anzuschauen. Nach der ersten Abfahrt stellten wir fest, dass die Trails richtig flowig waren und fuhren diese gleich nochmal. Nachdem wir uns anschließend mit Kaffee und Kuchen gestärkt hatten, kehrten wir zurück ins Hotel, um ein wenig zu relaxen und die Bikes zu checken, denn am Abend stand das Uphillrace auf dem Programm.

Das Bergzeitfahren mit 7,65 km und 957 Höhenmeter stellte die Teammitglieder das erste Mal so richtig auf die Probe, da es sich in der Heimat sehr schlecht auf so ein Rennen vorbereiten lässt. Die Strecke verlief zu 100 % auf Asphalt mit einer Durchschnittssteigung von 18 % vom Zentrum in Ischgl an der Mittelstation der Silvretta Seilbahn vorbei bis hinauf zur Idaalp auf 2.320 m. Erstaunlich gut kamen Aline, Felix, Marco, Christian und Magnus mit dem Rennen und der Höhe zurecht, sodass alle in den jeweiligen Altersklassen in die Top 10 fahren konnten.

Da die Wettervorhersage für Freitag etwas schlechter ausfiel, es jedoch beim Frühstück noch relativ sonnig aussah, entschied das Campana Racing Team, sich nochmals in Richtung Berg aufzumachen, um den bekannten Vellil-Trail genauer unter die Lupe zu nehmen, da dieser die letzte Abfahrt beim Ironbike Marathon am Samstag sein würde. Nachdem die teils steile und technische Abfahrt mit diversen Sprüngen und Anliegerkurven gemeistert war, sowie zwei Plattfüße noch auf dem letzten Stück der Abfahrt abgearbeitet werden mussten, erreichten die Fahrer pünktlich zum Einsetzen des Regens das Tal. Am Abend ging es schließlich bei Dauerregen für die drei Stagefahrer zum Short-Track-Race. Hier galt es drei schnelle Runden im Massenstart mit jeweils mit 3,12 km und 104 Höhenmetern zu bezwingen. Marco, Felix und Christian zeigten keinerlei Müdigkeit und konnten ihre Gesamtplatzierungen weiter verbessern. An diesem Abend ging es dann für alle früh ins Bett, da am nächsten Tag um 8:15 Uhr der Startschuss für das Highlight des Rennwochenendes fiel.

Um 6:15 Uhr am nächsten Morgen trafen wir uns zum Frühstück, was netterweise vom Hotel Belavita extra für uns so früh zubereitet wurde. Anschließend rollten wir bei leichtem Nieselregen und 10 °C Richtung Start. Der Startschuss fiel pünktlich und es ging zunächst über eine schmale, asphaltierte Straße Richtung Galtür. Darauf folgten einige wellige aber knackige Anstiege, bevor schließlich die langen Steigungen auf dem Programm standen. Auf den flacheren Teilen war stets das Motto, möglichst viele Kräfte im Windschatten einzusparen. Das Wetter wechselte immer wieder zwischen Regen, Sonne, Hagel und teils Schneeflocken bei 2 °C am höchsten Punkt des Rennens knapp unter 3.000 m.

Leider wurde Aline schon frühzeitig im Renngeschehen in einen Sturz verwickelt, konnte den Marathon nicht beenden und musste sich in ärztliche Behandlung begeben. Für sie endete das Wochenende unglücklicherweise mit einer eingegipsten Hand.

Magnus konnte auf der Mitteldistanz den Marathon ohne Defekt auf Platz 46 in der Gesamtwertung und Platz 16 in der Altersklasse beenden. Torsten hingegen hatte doppeltes Pech, er fuhr sich gleich zwei Platten und musste den letzten Kilometer bis ins Ziel laufen.

Hingegen lief der letzte Teil der Rennserie für unsere drei Stagefahrer ohne Probleme. Marco konnte seine dauerhaft starke Saisonleistung wieder unter Beweis stellen und holte den 5. Platz in der Gesamtwertung und stand somit in Ischgl auf dem Podium. Nur knapp gefolgt von Felix, der auf den 6. Platz fahren konnte. Auch Christian konnte nach vier harten Renntagen seine gute Form bestätigen und sicherte sich Platz 12 in der Gesamtwertung.

Ischgl war für alle Teilnehmer ein tolles Erlebnis. Wir werden im nächsten Jahr definitiv wieder an der Startlinie stehen!